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U20 mit Treppchenplatz bei der WDM

Geschrieben von Bernd am . Veröffentlicht in weibliche U20 NRW

Bericht zur Westdeutschen Meisterschaft 2017

Die Westdeutschen Meisterschaften der weiblichen U 20 am 18.3 und 19.3.2017 fanden dieses Jahr beim TV Hörde statt.

Die Mannschaft um Kapitänin Clara Schlettert reiste mit einem Minimalkader, bestehend aus 9 Spielerinnen, am Samstagmorgen nach Dortmund. Die Gruppe der Borkenerinnen bestand aus dem VV Human Essen und dem Unterhaus des Bundesligakonkurrenten TSV Bayer Leverkusen.

U20550Das Turnier startete für die Mädels vom RC direkt in der ersten Runde gegen den VV Human Essen. Aufgrund der Tatsache, dass die Mannschaft zusammen gesetzt aus der 1. Damenmannschaft der Skurios Volleys Borken und der 2. Damenmannschaft des RC Borken – Hoxfeld im Vorfeld wenig zusammen trainieren konnte, erfolgte der Start ins Turnier recht holprig. Leichte Fehler schlichen sich ins Spiel ein, einige Abstimmungen funktionierten noch nicht von Anfang an. Den ersten Satz konnten die Borkenerinnen mit 25:21 jedoch für sich entscheiden.

Der 2. Satz ging deutlich enger zu, gerade in der Annahme gab es oft zu viele Unstimmigkeiten, die zu direkten Fehlern führten. Die Essenerinnen waren deutlich eingespielter und agierten in allen Elementen sicherer. Nichts desto trotz ging auch der 2. Satz, wenn auch knapp mit 25:23 nach Borken. Alle mitgereisten Spielerinnen haben ihren Einsatz bekommen und konnten sich ins Turnier einfinden.

„ Die ersten Spiele auf einer Meisterschaft sind oft von Fehlern und Unsicherheiten gezeichnet, die Mannschaft braucht eine gewisse Zeit bis sie richtig ins Turnier gefunden hat.“ resümierte Trainerin Ricarda Hellmich, das erste Gruppenspiel.

RC Borken-Hoxfeld - VV Humann Essen 2:0 (25:21/25:23)

Im 2. Gruppenspiel hieß der Gegner Bayer Leverkusen.

Bereits im ersten Satz zeigte sich, dass die Mädels vom RC im Turnier angekommen waren. Die Abstimmung in der Annahme war deutlich besser, gerade Linda Bock und Hannah Föcker zeigten sehr gute Leistungen auf dieser Position. Der Spielaufbau im Allgemeinen hatte sich stabilisiert und so konnte auch Clara Schlettert im Zuspiel sehr variantenreich Zuspielen.

Die Leverkusenerinnen gaben keinen Ball verloren und kämpfen um jeden Punkt, die Mannschaft aus Borken brauchte somit viel Geduld im Angriff.

Die Schlüssel zum Erfolg im Borkener- Spiel waren der Block und der Aufschlag.

Lisa Rohr und Esther Spöler zeigten im Mittelblock eine sehr gute Leistung und ließen den Angreiferinnen auf der anderen Seite kaum Chancen direkte Punkte zu erzielen.

Lange Ballwechsel prägten das Spiel, beide Mannschaften ließen keine Chance liegen und kämpften um jeden Ball. Somit ging der erste Satz mit 25:21 aber nach Borken.

Der zweite Satz war das Ebenbild vom ersten Satz.

Eine kleine Schwächephase auf Borkener Seite nutzten die Leverkusenerinnen aus um noch einmal einige Punkte aufzuholen, jedoch ging auch der 2. Satz nach Borken, somit war der Gruppensieg besiegelt.

RC Borken-Hoxfeld - TSV Bayer Leverkusen 2:0 (25:21/26:24)

Die Viertelfinals wurden im Anschluss ausgelost, der Gegner hieß SV Wachtberg.

Das letzte Spiel des Tages, jetzt hieß es jetzt nochmal volle Konzentration, um dem Ziel der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft am Pfingstwochenende in Schwerin, einen Schritt näher zu kommen.

Die Borkenerinnen starteten stark ins Spiel und lagen direkt zu Anfang einige Punkte vorn.

Vor allem Diagonalspielerin Ajla Huskovic agierte nach Belieben und sicherte Borken ein um den anderen Punkt. Die in beiden Sätzen eingewechselte Sandrina Dejbus übernahm die Zuspielposition und brachte frischen Schwung auf s Feld und so gingen beide Sätze deutlich mit 25:14 und 25:17 an den RC Borken Hoxfeld.

Somit war die Halbfinalteilnahme perfekt und dort wartete kein geringerer Gegner als der amtierende Westdeutsche Meister und Bundesstützpunkt der USC Münster.

RC Borken-Hoxfeld - SV Wachtberg 2:0 (25:14/25:17)

Am Sonntagmittag fand das entscheidende Spiel um das Ticket zur Deutschen Meisterschaft statt, der Kader der Borkenerinnen war jedoch noch kleiner geworden.

Linda Bock musste am Sonntagmorgen nach Berlin zur Vorbereitung der U 18 Nationalmannschaft anreisen, so wurde Libera Pauline Gravermann zur Diagonalspielerin umfunktioniert.

Leider lief im ersten Satz nicht viel zusammen, schnell lag Borken mit 0:10 hinten, Münster agierte mühelos. Nach beiden genommenen Auszeiten ging ein Ruck durch die Mannschaft und die RC Mädels fingen an zu kämpfen und boten Münster mehr Paroli.

Der erste Satz ging mit 25:14 deutlich an die Münsteraner.

Im zweiten Satz waren beide Teams auf Augenhöhe, vor allem Esther Spöler agierte über die Mitte fast fehlerlos und holte viele wichtige Punkte für Borken. Pauline Gravermann fand immer besser auf der neuen Position ins Spiel und verhalf der Mannschaft zu neuem Mut. Durch die guten Aufschläge der Borkenerinnen holten sich diese Satz zwei mit 25:17.

Nun wurde das Ticket zur DM im Tiebreak ausgespielt, dass dieser seine eigenen Regeln hat, zeigte sich in diesem Spiel mal wieder mehr als deutlich.

Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe, Borken setzte sich zum Schluss des Satzes mit 14:11 ab und sah schon wie der klare Sieger des Halbfinales aus. Doch es kam anders, die Konzentration ließ nach und Münster kam immer näher. Auch beide genommenen Auszeiten brachten keinen Erfolg. Bei 14:13 gab es eine sehr umstrittene Entscheidung des Schiedsgerichtes zugunsten von Münster und so war der Gegner gleichauf. Die letzten beiden Punkte erzielten zum Bedauern der Borkenerinnen, die Favoritinnen und gewinnen das Spiel im Tiebreak mit 16:14 und fahren damit zur Deutschen Meisterschaft nach Schwerin und ziehen so auch ins Finale ein.

Die Enttäuschung auf Borkener Seite war riesig, da der Sieg zum Greifen nah war.

USC Münster - RC Borken-Hoxfeld 2:1 (25:14/17:25/16:14)

Viel Zeit blieb jedoch nicht die Enttäuschung abzuschütteln, nur 30 Minuten später wartete ein alter Bekannter der BW Dingden im Spiel um Platz 3.

Im ersten Satz schafften es die Mädels aus Borken nicht ihre Emotionen in den Griff zu bekommen und der Satz ging mit 15:25 verloren.

Jedoch wollte man sich die Chance auf ein versöhnliches Ende der Westdeutschen Meisterschaft nicht nehmen lassen. Jetzt hieß es alles oder nichts, mit gezielten Aufschlägen und einer sehr guten Blockarbeit aller Spielerinnen ging der zweite Satz an Borken.

Der Tiebreak musste, mal wieder, die Entscheidung bringen beide Mannschaften wollten mit einem Sieg das Turnier beenden.

Recht deutlich mit 15:11 wurde das Spiel um Platz 3 gewonnen. Somit hatte Borken die Bronzemedaille sicher und das letzte Spiel ihrer Jugendspielzeit einiger Spielerinnen nahm ein gutes Ende.

 

RC Borken-Hoxfeld - SV BW Dingden 2:1 (15:25/25:19/15:11)