Drucken

U12 ist Westdeutscher Meister!

Geschrieben von Bernd am . Veröffentlicht in weibliche U13 BeL

Podest350Auf den Punkt topfit präsentierte sich die weibliche U12 bei den Westdeutschen Meisterschaften in Aachen und holte sich verdient den Meistertitel. Nach einem langen und anstrengenden Tag stand man am Ende ganz oben auf dem Siegerpodest und konnte strahlend die goldenen Medaillen des Westdeutschen Volleyballverbandes in Empfang nehmen.

Schon am Freitag war das Team mit Eltern nach Alsdorf vor die Tore Aachens angereist. Nachdem man sich in einer Pizzeria für die große Aufgabe am kommenden Tag gestärkt hatte, gingen die Kinder zum mentalen Training (mit Augen zu) über, während die Eltern noch ihre soziale Bande verstärkten.

 

Morgens350Nach einem guten Frühstück ging es früh am nächsten Morgen zur Halle nach Aachen, wo man nach der stimmungsvollen Eröffnung in der Vorrunde auf die Teams von TV Eiche Grüne und VV Schwerte traf. Der RC zeigte sich von Anfang an auf den Punkt konzentriert und feierte nach klaren Siegen gegen Grüne (15:5, 15:4) und Schwerte (15:7, 15:4) den Gruppensieg.

Im Viertelfinale kam es dann zur Wiederholung des letztjährigen Finales der U12. Hier trafen die Borkener auf den Ausrichter PTSV Aachen. Hatte man 2016 das Finale knapp verloren, war diesmal schnell klar, dass nur ein Team ins Halbfinale einziehen konnte. Mia Feldhaus, Henrike Olle, Hanna Testrot, Hannah Rudde, Emilia Darui und Lotta Kamperschroer zeigten sich technisch und taktisch klar überlegen und wiesen den Gegner mit 15:8 und 15:4 in die Schranken.

Der Gegner im Halbfinale hieß VoR Paderborn, den man schon vom Bezirksmeisterturnier kannte. Dort hatte man nur knapp gewonnen, doch diesmal konnte Paderborn nicht mithalten. Gehandicapt durch den verletzungsbedingten Ausfall einer Stammspielerin spielten beim VoR auch die Nerven nicht mit, während das Team um Kapitänin Hannah Rudde routiniert sein Spiel durchzog. Vorher hätten selbst die größten Optimisten nicht mit einem so klaren 15:4 und 15:8 Erfolg des Teams von Trainer Bernd Rudde und Co-Trainerin Rieke Theling gerechnet. „Finale, oho“ schallte es aus vielen Borkener Mündern durch die Aachener Halle.

Hier zeigte der Ausrichter aus Aachen noch mal, dass man bei der Ausrichtung von Meisterschaften Erfahrung hat und machte das Finale zum Event für die Teilnehmer. Was man sonst nur vom Zuschauen bei den Skurios Volleys kennt, erfuhren die Borkener Spielerinnen nun am eigenen Leib. Einlaufen nach der Vorstellung durch den Hallensprecher, immer wieder Musik zwischen den Ballwechseln, das war für die Mädchen ein tolles Erlebnis.

Finale350Den Gegner kannte der RC schon von den Bezirksmeisterschaften, als man den BW Aasee dort im Finale klar mit 2:0 bezwang. Aufgrund der Dominanz des RC in den vorangegangenen Spielen schien der Trainer des BWA nicht so ganz an den Titelgewinn zu glauben, so dass er im ersten Satz auch allen Ergänzungsspieler Einsatzzeiten gab. Die Borkener Mädchen ließen sich auch von der tollen Kulisse nicht beeindrucken und machten da weiter, wo sie im Halbfinale aufgehört hatten. Aus einer sehr stabilen Annahme brachte man den Ball oft optimal nach vorne und nach einem perfekten Zuspiel stellten die Langen des RC den Gegner immer wieder mit nach unten gespielten Bällen vor unlösbare Probleme. Nach dem 15:7 im ersten Satz wurden die Seiten gewechselt. Nun änderte auch der Aasee Trainer seine Taktik und stellte nur noch seine erste Vier auf. Doch der RC blieb vollkommen unbeeindruckt. Mit einer extrem geringen Fehlerquote machte man dem Gegner das Punkten sehr schwer, während man selber immer wieder seine Möglichkeiten aktiv nutzte und punktete. Beim Stand von 14:4 hatte man den ersten Matchball, den Aasee, genau wie die beiden folgenden auch, noch abwehren konnte. Doch dann war es passiert. Eine Annahme von Aasee flog ins Aus und der RC gewann auch Satz zwei mit 15:7. Nach harter Arbeit hatte der RC damit verdient den Westdeutschen Meistertitel gewonnen und hatte im ganzen Turnier keiner Mannschaft erlaubt, die 10 Punkte Grenze im Spiel gegen den RC zu knacken. Eine beeindruckende Leistung der elfjährigen Mädchen.

Dementsprechend zufrieden war auch der Trainer nach dem Erfolg: „Viel besser als im Finale geht es nicht mehr. Das Team hat die Vorgaben im ganzen Turnier perfekt umgesetzt und kaum Eigenfehler gemacht. Ich bin wahnsinnig Stolz auf diese Mannschaft“ zollte Rudde der Mannschaft seinen höchsten Respekt.

Grozer350Nebenbei hatte man während des Turniers noch Deutschlands besten Volleyballer, Georg Grozer, getroffen. Dieser schaute seiner Tochter in Diensten des Moerser SC zu. Der sympathische Weltenbummler erfüllte gerne alle Autogramm- und Fotowünsche, bevor er wieder zur Nationalmannschaft musste.

Einen großen Dank an den PTSV Aachen für die super organisierten Meisterschaften. Wir hoffen, dass wir uns in den kommenden Jahren mal wieder revanchieren können.